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Bilinguales Lehren und Lernen Young Learners (BiLLY)

Foto: Zweitklässler beim Experimentieren mit Magneten und Metallen

Es wird derzeit international und national davon ausgegangen, dass es sich beim integrierten Sprachen- und Inhaltslernen um ein vielversprechendes Unterrichtskonzept handelt – sowohl in Hinblick auf die Entwicklung der fremdsprachlichen Kompetenz und Mehrsprachigkeit als auch auf die kognitive Entwicklung (DESI-Konsortium 2008; Gebauer et al. 2013; Gebauer et al. 2012; Genesee 1987; Hollm et al. 2010; Johnstone 2002; Kersten et al. 2010a, b; Schwab et al. 2012; Swain/Johnson 1997; Zaunbauer et al. 2007; Zaunbauer et al. 2012; Zydatiß 2007). Die Annahmen zur positiven Wirkung des bilingualen Unterrichts auf den Kompetenzerwerb basieren auf Untersuchungen zum natürlichen wie auch zum institutionellen Bilingualismus, auf Unterrichtbeobachtungen und Forschungsergebnissen aus weiterführenden Schulen und der Immersionsforschung. Die gewonnenen Erkenntnisse sind jedoch aufgrund divergierender Rahmenbedingungen nur eingeschränkt auf den bilingualen Unterricht in der Grundschule übertragbar (vgl. Piske 2013: 39).

Inzwischen wird die Ausweitung bilingualer Unterrichtsangebote auch auf den Grundschulbereich empfohlen (KMK 2013: 10; KMK 2011: 4). In Nordrhein-Westfalen gibt es neun Grundschulen mit mindestens einem bilingualen Zweig (Englisch). Vor allem die Unterrichtsfächer Sachunterricht, Musik und Kunst werden bilingual unterrichtet.

Im bilingualen Sachunterricht sollen die gleichen inhaltlichen Ziele erreicht werden wie im deutschsprachigen Sachunterricht (vgl. KMK 2013:6; MSW NRW 2011; BIG 2011: 17). Durch den erhöhten Kontakt zur Fremdsprache und die Arbeit mit authentischen, für die Lernenden relevanten und motivierenden Inhalten soll zudem die Englischleistung verbessert werden. Das Ziel besteht damit im Aufbau einer doppelten Sachfachliteralität (Vollmer 2005). Es ist jedoch weitgehend unbekannt, welche Auswirkungen die Besonderheiten des bilingualen Unterrichts auf den Erwerb der Sachfachkompetenz haben und auf welchem Niveau sachfachliche Kompetenzen aufgebaut werden können.

Im Vordergrund der Wuppertaler Forschung zum Bilingualen Sachunterricht in der Grundschule steht zum einen die Frage, welche Unterschiede sich in der Entwicklung der Sachfachkompetenz bei bilingual und deutschsprachig unterrichteten Lernern zeigen. Zum anderen wird systematisch untersucht, wie der Unterricht gestaltet sein muss, um die hochgesteckten Ziele tatsächlich erreichen zu können.

Lehre: Optionalbereich

Studierende der BUW haben die Möglichkeit, eine Profilbildung zum Bilingualen Sachunterricht zu erwerben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Forschungsprojekte

Projekt A: Bilinguales Lehren und Lernen in der Grundschule - Effekte auf die naturwissenschaftliche Kompetenz (BiLL NaWi)

Laufzeit: seit April 2016

Ansprechpartnerin:

Jun.-Prof. Dr. Stefanie Frisch (frisch(at)uni-wuppertal.de)

 

Projekt B: Wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs Bilinguale Grundschule (in Kooperation mit dem MSW NRW und der Grundschule Uhlandstraße in Solingen)

Laufzeit: Seit Februar 2013

Ansprechpartnerinnen:

Prof. Dr. Bärbel Diehr (diehr(at)uni-wuppertal.de); Jun.-Prof. Dr. Stefanie Frisch (frisch(at)uni-wuppertal.de)

 

Projekt C: Funktionale Sprachwechsel im Bilingualen Sachunterricht an Grundschulen

Laufzeit: Seit Juli 2014

Ansprechpartnerinnen:

Prof. Dr. Bärbel Diehr (FB A, Didaktik des Englischen) (diehr(at)uni-wuppertal.de)

Jun.-Prof. Dr. Stefanie Frisch (Didaktik des Englischen) (frisch(at)uni-wuppertal.de)

Prof. Dr. Gela Preisfeld (FB C, Zoologie, Didaktik der Biologie) (apreis(at)uni-wuppertal.de)

 

Projekt D: Tatsächlich bilingual?! - Zum Einsatz von zwei Sprachen im bilingualen Sachunterricht der Grundschule

Laufzeit: Seit April 2012

Ansprechpartnerinnen:

Lieselotta Botz (lbotz(at)uni-wuppertal.de); Prof. Dr. Bärbel Diehr (diehr(at)uni-wuppertal.de)